Richtlinien für verantwortungsvolles Reisen

Wir organisieren  verantwortungsbewusste Rundgänge und Touren in Buenos Aires, in der Großregion Buenos Aires und in ganz Argentinien, sowie Möglichkeiten zur Freiwilligenarbeit. Unsere Touren kombinieren wir mit klassischen touristischen Ausflugszielen und dem Besuch lokaler Projekte und sozialer Organisationen, die in derselben Region tätig sind. Für Transport, Unterkunft und Führungen organisieren wir wirtschaftlich verantwortungsbewusste, nach nachhaltigen Prinzipien operierende Kooperationspartner.


Richtlinien verantwortungsbewusster Reisen


Es ist unser Ziel, dass Reisende sich in unsere Gesellschaft mit einbringen und diese von innen heraus kennenlernen. Daher machen wir, was möglich ist, um ihre aktive Teilnahme an jedem besuchten Ort zu erleichtern, sodass sie viel über die Lebensweise in Argentinien lernen können.
Wir bringen die Reisenden den Gemeinden näher, indem wir deren Identität respektieren und alle Aktivitäten in Zusammenarbeit planen. Unsere Guides spielen hierbei eine Schlüsselrolle, denn sie sind für die Förderung und Integration der Besucher in die Gast-Gemeinden verantwortlich. Sie treiben den interkulturellen Dialog voran. Um bei ANDA zu arbeiten, müssen sie bestimmte Kriterien erfüllen: Nicht nur, was ihre persönlichen Fähigkeiten betrifft (Sprache, Gruppengefühl, Kommunikationsfähigkeiten), sondern auch in Bezug auf ihre Erfahrungen mit der Teilnahme an sozialen Projekten. Bei der Aufnahme in unser Team werde sie speziell geschult in den Bereichen nachhaltiger Tourismus, Kultur, Geschichte und sozioökonomische Aspekte Argentiniens und der Gemeinden, die bei den Touren besucht werden.

Wir arbeiten mit Nicht-Regierungs-Organisationen und lokalen Gemeinden, die unsere Reisenden aufnehmen. Mit ihnen entwerfen wir all unsere Touren. Wir entscheiden uns für Institutionen und Organisationen, die innovative Missionen haben bei der Lösungsfindung sozialer und ökonomischer Probleme in den betroffenen Gemeinden. Indem wir diese Organisationen unterstützen und in unser Programm mit einbauen, unterstützen wir auch die betroffene lokale Bevölkerung dabei, ihre Lebenssituation zu verbessern. Wir als Unternehmen konsumieren selbst ihre unter fairen Bedingungen erstellten Produkte, wann immer es möglich ist, um so auch für den Fairen Handel zu werben. Am Ende jeder Reise geben wir kleine Souvenirs an die Teilnehmer, die ebenfalls in diesen Gemeinden hergestellt wurden. Alle Snacks, die während der Reisen verzehrt werden, stammen ebenfalls aus Eigenarbeit in den Gemeinden.


In allen von ANDA organisierten Touren werden die Besucher dazu eingeladen, eine Spende an die sozialen Projekte zu geben, als Gegenleistung für deren freundlichen Empfang und Gastfreundschaft und als Beitrag für ihre Arbeit und Nachhaltigkeit. Die Organisationen einigen sich mit ANDA über einen minimalen Spendenbeitrag oder einen minimalen Kauf – die Besucher können dann selbst wählen, ob sie den Minimal-Betrag spenden oder mehr. Außerdem organisieren wir Aufenthalte, die mit Freiwilligenarbeit verbunden sind, für Einzelpersonen und Gruppen. Wir suchen stets die passende Stelle für jeden Freiwilligen, sodass alle Beteiligten von dieser Erfahrung profitieren und dauerhafte, interkulturelle Freundschaften gebildet werden können.

Auch in unserem Büro folgen wir nachhaltigen Prinzipien: Wir halten uns an die Richtlinien von Greenpeace Argentinien, um unsere Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren. Wir vermeiden jede Art unnötigen Papier- und Ressourcenverbrauchs, verwerten Rohstoffe wieder und bemühen uns um grüne Transportwege, wann immer dies möglich ist. Unsere Politik verantwortungsvollen Reisens haben wir online veröffentlicht, zusammen mit einer Erklärung der Konzepte, die verantwortungsbewusstes Reisen ausmachen. Diese Erklärung wird auch an alle Mitarbeiter und Kooperationspartner verteilt. Am Ende jeder Tour geben wir Feedback-Bögen an die Teilnehmer aus, sodass wir uns um Klagen oder Verbesserungsvorschläge zeitig kümmern können und so kontinuierlich unseren Service verbessern können.

Ökonomische Verantwortung
Wir arbeiten immer zusammen mit der lokalen Bevölkerung und schließen uns ihren Bemühungen an. Beispielsweise stellen wir bei unserer Tour nach Iguazú Guides ein, die selbst aus der Guaraní-Gemeinde kommen und die die Route der Tour durch den Regenwald selbst bestimmen. Außerdem nutzen wir stets die lokal hergestellten Speisen und Produkte – ein Beispiel hierfür ist unsere Tour in Mendoza, wo die Reisenden gemeinsam mit den Familien essen, bei denen sie die Nacht verbringen. Vor Beginn einer Reise erhalten die Besucher einen speziellen Reiseplan, der alle Informationen über lokale Dienstleistungen enthält. Sie erfahren so, wo sie am besten Andenken oder speziell hergestellte Produkte kaufen können, oder wo sie die Speisen der lokalen Bevölkerung zu sich nehmen können. Auch während der Reisen bleiben die Besucher informiert, denn die Guides geben ihnen alles nötige Wissen über die besten Orte, an denen die lokale Kultur während ihres Aufenthalts erlebt werden kann. Wir stellen den Touristen lokale Künstler, Projekte und Kooperativen vor, um so den fairen Handel voranzutreiben. Alle Projekte, die Teil unseres Reiseprogramms ausmachen, haben so durch den nachhaltigen Tourismus eine andere Einnahmequelle gefunden. In den Tourpreisen sind stets auch schon Spenden erhalten, die an die lokalen Organisationen gehen. Wir laden weiterhin unsere Reisenden dazu ein, auch vor Ort Spenden zu tätigen und die lokalen Produkte zu kaufen. Als Teil unseres Engagements spenden wir 5% unserer Einnahmen an die Gemeinden und sozialen Projekte, mit denen wir kooperieren.

Ökologische Verantwortung
In unserem Büro bemühen wir uns, unsere Auswirkung auf die Umwelt zu reduzieren. Dies erfordert Maßnahmen wie Recycling, Papiereinsparungen (überwiegend alles auf elektronischem Wege kommunizieren) und die Verwendung von FSC-zertifiziertem Papier. Wir vermeiden übermäßigen Stromverbrauch und bevorzugen öffentliche Transportmittel. Wir werben für Reiseerfahrungen, die sich für den Umweltschutz und ein ökologisches Bewusstsein einsetzen. In Reisezielen wie Iguazú und Mendoza werden stets soziale Projekte besucht, die sich für den Umweltschutz einsetzen. Je nach Reiseziel stehen auch soziale Projekte im Fokus, die sich etwa (in Mendoza) mit der aktuellen Situation der Gauchos auseinandersetzen, und bei denen diese selbst Dienstleistungen anbieten – sei es beim Kochen, Reiten oder Stadtbesichtigungen.  Bei Touren, die sich vor allem mit der sozialen Situation der Bevölkerung auseinandersetzen, sprechen wir immer wieder auch ökologische und umweltpolitische Aspekte an, so etwa die Verschmutzung des Riachuelo-Flusses in unserer La Boca-Tour. Außerdem informieren wir Interessenten über unsere Website und unseren Blog über Möglichkeiten, selbst verantwortungsvoller Tourist zu sein, und umweltbewusster zu handeln. Auf unserer Blog-Seite geben wir auch viele Tipps an Individual-Reisende (www.andaturismoresponsable.blogspot.com, auf Spanisch)


Soziale Verantwortung

Schon vor der Ankunft in Argentinien gibt es auf unserer Internetseite unter „Nützliche Informationen“ viel Hilfreiches über die Wirtschaft, Geschichte und  Politik Argentiniens, sowie generelle Hinweise, die den Reisenden von Nutzen sein könnten. Angekommen haben Reisende die Möglichkeit, erste Eindrücke im „Idee-Café“ zu sammeln und zu vertiefen, etwa über die sozioökonomische Situation Argentiniens. Hierbei treten sie in Dialog mit argentinischen Experten über Wirtschaft, Geschichte, Kunst und Kultur. Bei Reservierung einer Tour oder Reise geben wir klare Informationen darüber, inwiefern diese Reisen ökologisch und/oder sozial nachhaltig sind und wie einheimische Kulturen geschützt werden können. Dies wird noch einmal durch unsere lokalen Guides betont. Wir arbeiten immer mit lokalen Gastgebern, sowohl in Buenos Aires als auch im restlichen Argentinien. Unsere Reisen tragen dazu bei, traditionelle Lebensweisen zu schützen und zu erhalten und einen respektvollen Austausch zwischen unterschiedlichen Kulturen zu fördern, umso das gegenseitige Verständnis füreinander zu erhöhen. Weiterhin fördern unsere Reisen die wirtschaftliche Diversität vor Ort und abwechslungsreiche Berufszweige. Auf diese Weise schaffen wir Arbeit und motivieren die jüngeren Bewohner, ihren Heimatort nicht zu verlassen, um anderswo Arbeit zu finden, wodurch lokale Kulturen und Besonderheiten verlorengehen. In den Reisezielen Iguazú, Mendoza und Catamarca, sowie bei unserer Tango-Tour, La Boca-Tour, der Stadttour und der Tour „Jüdisches Buenos Aires“ besuchen wir lokale Gemeinden und soziale Projekte und fördern einen gleichwertigen Austausch zwischen allen Beteiligten.


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